Archiv für Historisches

Neue Kapitel der Chronik der Katharina Frank online!

Die Tage in den Arbeitslagern waren bitter, die Kälte und miserablen Unterkünfte waren grauenvoll. Ich bewundere meine Großmutter dafür, dass sie diese Zeit durchgestanden hat und dabei nicht ihren kritischen, starken und auch liebevollen Blick auf die Welt verloren hat. Sie ist halb zu Grunde gegangen, aber ihre Seele hat sich nicht einschüchtern lassen. Sie hat weiter gekämpft, weiter gemacht, nicht aufgegeben und die Hoffnung an das Wiedersehen mit der Familie nicht verloren. Vier weitere Kapitel der Chronik der Katharina Frank aus dem dritten Abschnitt „Der Verschleppung“ sind nun online. Es sind die letzten Kapitel aus dieser Episode bevor sie schließlich endlich wieder nach Hause kann. Aber auch dann steht erst einmal eine abenteuerliche Wanderung quer durch Europa bevor…

Hier sind die Links zu den neuen Kapiteln. Die Fotos sind aus Alben der Familie oder  wurden von Banater Landsleuten zugesendet. Zu den Geschichten aus Russland sind keine Fotos vorhanden:

>>>  (13) Kapitel 3.5.: Bei Lausplage und Hungersnot hilft das Pony

>>>  (14) Kapitel 3.6.: Aus Bauchtyphus wird Kopftyphus und der Fall ins Klo

>>>  (15) Kapitel 3.7.: Ausbüchsen aus der Gartengrube

>>>  (16) Kapitel 3.8.: Geteilte Geschenke und Einäugleins Versterben

 


 

DIE CHRONIK DER KATHARINA FRANK

PART III – VERSCHLEPPUNG

PART II – KINDHEIT

PART I – INTRO

Ausstellung im Rathaus Heilbronn

Kirchenburgenlandschaft Siebenbürgen. Ein europäisches Kulturerbe
Ausstellung im Rathaus Heilbronn
21.01. bis 11.02.2019 – Mo-Fr 8-12 Uhr, Do. 14-18 Uhr


Eine Ausstellung der Stiftung Kirchenburgen, der Technischen Universität Berlin, der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien sowie des Deutschen Kulturforums östliches Europa. Gefördert wurde die Ausstellung von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien auf Grundlage eines Beschlusses des deutschen Bundestages.

DIE VERSCHLEPPUNG: Neuer Teil unserer Zeitzeugen Chronik ist online!

Die nächsten Kapitel unserer Zeitzeugen Serie „Die Chronik der Katharina Frank“ sind online! Nach dem Abschnitt zu den Erinnerungen aus der Kindheit, folgt nun ein dunkler, bedrückender und auch schockierender Teil. Es waren im Grunde auch diese Geschichten, die zu den Aufzeichnungen der autobiographischen Chronik geführt hatten. Ein kaum vorstellbares Szenario: Mitten in der Nacht vom 14. Januar 1945 stand die russische Armee im banater Dorf Jahrmarkt. Der Krieg war noch nicht vorüber, aber Rumänien bereits auf der Seite der Russen und die deutschen Minderheiten in den nicht-deutschen Randgebieten wurden quasi als einige der Ersten zur Rechenschaft gezogen. Der dritte Teil – Die Verschleppung – besteht aus acht Kapiteln mit Audiopodcasts und verschritlichten Gesprächen. Die vier ersten Kapitel stehen nun für Interessierte auf unserer Webseite zur Verfügung.


>>>  PART III –  3. DIE VERSCHLEPPUNG


FOLGENDE KAPITEL ERSCHEINEN IN DER NÄCHSTEN AUSGABE


 

In der „Chronik der Katharina Frank“ ist bisher erschienen:

>>> PART I – 1. INTRO

>>> PART II – 2. DIE KINDHEIT

Zeitzeugen-Projekt: Kapitel 2.4 bis 2.7 sind online!

Passend zum Muttertag erscheint der nächste Teil unserer Zeitzeugen-Geschichte. Die Chronik der Katharina Frank. Die Kapitel 2.4 bis 2.7 sind online. Es dreht sich in einer Episode um die Schulzeit damals, in einer weiteren erzählt sie von Weihnachten von vor 100 Jahren oder wie Schnaps gebrannt wurde. Sie berichtet von der Zeitung, vom Friedhof und von ihren Erinnerungen an die eigene Großmutter.

Kapitel 2.4: Erinnerungen an die Schulzeit

ZEITZEUGEN PROJEKT: Die Chronik der Katharina Frank

[Günther Michels]: Liebe Banater, liebe Landsleute und Geschichtsinteressierten. Ich möchte euch ein Projekt präsentieren, das nach langer und aufwändiger Arbeit nun endlich fertig gestelt wurde. Ein für euch informatives, unterhaltendes und interessantes. Für mich gleichzeitig auch ein persönlich verarbeitendes. Vor fast einem Jahr, am  5. April 2017, ist ein wunderbarer Mensch von uns gegangen. Meine Urgroßmutter Katharina Frank, geborene Portscheller, starb mit stolzen 95 Jahren in Nordheim, Baden Württemberg. Diese starke Frau hatte den Zweiten Weltkrieg überlebt, die Verschleppung nach Russland und den Kommunismus in Rumänien.

Einige Jahre vor ihrem Tod, als sie 91 war, hatte ich über mehre Besuche hinweg ihre Geschichte mit einem Mikrophon aufgenommen. Damals war mir wohl noch nicht ganz bewusst, was aus dem gesammelten Material mal wird. Ich bin Journalist. Und wirklich Journalist zu sein und derartig mit Informationen umgehen zu wollen, wählt man sich nicht als Beruf. Man ist einfach so. Genauso wie der Bäcker einfach seine Passion am Backen hat, der Gitarrenspieler an der Musik oder der Computer-Nerd bei der Programmierung einer Software. Zum Einen war es bei mir krasse Neugier, aber auch das tiefe Gefühl, dass hier sehr wichtige Informationen vorhanden sind, die für die Nachwelt festgehalten werden sollten. Es heißt ja auch, man muss die Vergangenheit verstehen, um die Gegenwart erkennen und damit die Zukunft verändern zu können.

Katharina Frank erzählt spannend und unterhaltsam, oft im Dialekt – hier hilft die vorhandene Verschriftlichung – aber meistens in deutlicher Aussprache. Die Teile über ihre Kindheitserlebnisse in Jahrmarkt oder die Begebenheiten und Traditionen aus damaliger Zeit sind aufschlussreich und informativ, die Geschichten der Nachkriegszeit beklemmend und ernüchternd. Was mich am meisten fasziniert, aber auch unheimlich schockiert hatte, waren jedoch ihre Erzählungen von der grausamen Verschleppung nach Russland und ihrer abenteuerlichen Heimkehr quer durch Europa. Unvorstellbar was diese Frau alles durchstehen musste und dennoch konnte sie eine 19-köpfige Familie, bestehend aus Kindern, Enkeln und Urenkeln ins Leben rufen. Zählt man jeweils die Ehegatten hinzu, beläuft sich der „enge Kreis“ der Verwandtschaft auf 30 Personen, einige davon sind bereits verstorben.

Ich hab also die Lebensgeschichte meiner Uroma auf Tonband aufgezeichnet, dabei vor allem die krass einschneidenden Erlebnisse die eben die Kriege mit sich gebracht haben. Es ist wirklich bemerkenswert mit welcher Detailgenauigkeit sich die 91jährige alte Dame diese Begebenheiten gemerkt hat. 91 Jahre, so alt war sie damals zur Zeit der Aufnahmen. Und sie konnte sich noch an Kleinigkeiten erinnern aus der Zeit, als sie noch nicht einmal zehn Jahre alt war. Alleine die Differenz zwischen diesen Jahreszahlen ist mehr als doppelt so viel wie ich selbst überhaupt an Jahren alt bin.

Falls euch das interessiert, im Link findet ihr alle weiteren Infos, um der Serie folgen zu können. In den nächsten Wochen werden folgend weitere Kapitel online gestellt. Für diejenigen, die sich mit der Thematik beschäftigen und die das ebenfalls interessiert, soll es auch ein Ansporn sein, so etwas selbst zu machen. Wir haben mit unserem Verein hier eine wirklich gutbesuchte Webseite aufgebaut. Es ist eine neue Form der Bibliothek, des Archivierens und Abrufens. Die Struktur der Webseite ist offen gestaltet, wenn andere Banater aus dem Verein Inhalte liefern möchten, nehmen wir diese gerne und dankend auf. Dies können Fotos von damals sein, Texte und Gedichte aus der alten Zeit, aber genauso aktuelle Informationen. Malt jemand von euch aus dem Verein Bilder? Schreibt jemand Bücher? Die Tochter vielleicht oder die Enkelin? Oder der Cousin vom Onkel von der Schwägerin? Was wir damit sagen möchten ist, dass wir hier eine Plattform aufgebaut haben, die von jedem von euch mitgestaltet werden kann. Der Vorstand liefert eine durchgängige Berichterstattung über regionales Vereinsgeschehen und auch Wissenswertes, das darüber hinaus geht. Die Anschlussmöglichkeiten sind jedoch zu allen Seiten offen. Das Interviewprojekt mit meiner Urgroßmutter soll auch ein motivierendes Beispiel darstellen. Schickt uns Fotos, Gedichte, eure Ideen und auch eigene Geschichten an kontakt@banater-schwaben-heilbronn.de. Wir stellen die Sachen auf die Webseite. Es muss natürlich ins Schema passen, also einen Bezug zum Banat und unserem Verein haben.

Günther Michels, ältester Urenkel


 

 

Einladung zum Vortrag


 

 

 

Dr. Walter Engel wird am 24. Februar um 15 Uhr drei Banater  „Ansiedlungsromane“ im Kultur- und Dokumentationszentrum in Ulm  vorstellen. Einzelheiten siehe Anhang.

Heimat-Nachmittag in Spaichingen

Einen wesentlichen Beitrag zum guten Gelingen des Nachmittages haben Susi und Seppi Bako sowie Anna Frombach und Michael Nawratil aus unserem Kreisverband geleistet.

Ein Auftritt mit diesem Programm in unserer Region ist am 22. April 2018 im Gemeindehaus in Untereisesheim geplant.

Anbei der Link zum Zeitungsbericht:

http://www.schwaebische.de/region_artikel,-Sehnsucht-nach-der-Heimat-ist-weiter-da-_arid,10768948_toid,650.html

 

Ein Vorbild gelungener Integration

Ein Vorbild gelungener Integration: 30 Jahre Patenschaft der Stadt Ingolstadt über die Banater Schwaben

VIDEOLINK: https://www.intv.de/mediathek/video/ein-vorbild-gelungener-integration-30-jahre-patenschaft-der-stadt-ingolstadt-ueber-die-banater-schwaben/

Herzliche Einladung zur Orgelausstellung

 

 

 

 

 

 

 

 

Ausstellungseröffnung im Guttenbrunn-Haus, Temeswar, mit Bischof Martin Roos, Dr. Johann Fernbach, Dr. Franz Metz.

Ausstellung in der Kathedrale von Zrenjanin/Großbetschkerek (Serbien).

Ausstellungseröffnung im Museum des Banater Berglands, Reschitza, mit Josef Tigla und Dr. Franz Metz.

Eröffnung der Ausstellung im Musikhistorischen Museum, Budapest, mit der Direktorin Dr. Anna Baranyi, Dr. Pál Enyedi und Dr. Franz Metz.

Einladung zur Ausstellung nach Karlsruhe

Anbei ein Ausflugstipp zu einer interessante Ausstellung in Karlsruhe:

„Fließende Räume, Karten des Donauraums 1620-1800″

Die Ausstellung wird am Dienstag, den 4. Juli 2017 um 18.30 Uhr eröffnet. Nach der Begrüßung durch den Leiter des Generallandesarchivs Karlsruhe, Prof. Dr. Wolfgang Zimmermann, folgen Grußworte von Guido Wolf MdL, Minister der Justiz und für Europa des Landes Baden-Württemberg und Emil Hurezeanu, Botschafter von Rumänien in der Bundesrepublik Deutschland, sowie ein Vortrag von Prof. Dr. Reinhard Johler, Leiter des Instituts für donauschwäbische Geschichte und Landeskunde Tübingen. Die Führung durch die Ausstellung übernimmt deren Kurator Josef Wolf (IdGL). Die Veranstaltung wird durch das Ensemble Claribel musikalisch umrahmt.

Die Ausstellung ist im Generallandesarchiv Karlsruhe, Nördliche Hildapromenade 3, 76133 Karlsruhe wird vom 5.07 – 27.10.2017 gezeigt.

Öffnungszeiten vom Generallandesarchiv: Di. – Do. 8.30 – 17.30, Fr. 8.30 – 19 Uhr und So. 13-17.30.

Es können auch Führungen gebucht werden.

Weitere Informationen zu den Begleitveranstaltungen zu dieser Ausstellung gibt es auf der Website vom IdGL

http://www.idglbw.de/de/oeffentlichkeitsarbeit/termine