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Pater Flavian verstorben

Pater Flavian, mit Taufnamen Otto Franz Ascher, ist am 24. November in Deggingen verstorben. Pater Flavian wurde am 4. März 1935 in Sternberg im Sudetenland geboren. 1951 erschütterte ein schwerer Schicksalsschlag sein Leben: Mutter und Vater starben innerhalb kurzer Zeit beide an Krebs. Das Gebet war für den 16-Jährigen bereits damals eine große Kraftquelle und als Waise weihte er sich der Muttergottes, der er sich zeitlebens verbunden fühlte. Im selben Jahr begegnete er beim Gebet in der Konradkapelle in Waldkappel einem Kapuziner, der ihn für den Orden gewann. Am 17. September 1961 band er sich für immer an den Orden und wurde am 24. August 1963 in Münster zum Priester geweiht. Pastorale Erfahrungen sammelte er zunächst in Krefeld. 1967 wechselte er als Religionslehrer und Krankenseelsorger nach Werne an der Lippe. Vielleicht war es das eigene Lebensschicksal, das ihn an allen Orten besonders für die Alten und Kranken da sein ließ. Von 1968 bis 1977 war er dort als Guardian verantwortlich für die Hausgemeinschaft der Kapuziner. Nach zwei weiteren Wohnorten fand er 1992 schließlich in Deggingen seine neue Heimat. Seither hat er auch die Wallfahrer der verschiedenen Banater Heimatortsgemeinschaften stets herzlich begrüßt und immer das Gespräch mit den Banater Schwaben gesucht. Viele Wallfahrer hatten von diesem geduldigen und einfühlsamen Ordensmann sein Liebe für die Muttergottes von Ave Maria und sein Einsatz für die Alten und Kranken sehr geschätzt. Als einziger Kapuzinerbruder durfte er nach dem Wegzug der Gemeinschaft 2017 im Degginger Seniorenheim Sankt Maria bleiben und hat uns Banater Schwaben stets weiterhin seelsorgerisch bei unseren Wallfahrten betreut.
„Im Frühling dieses Jahres erschien sein Büchlein „Pater Flavian erzählt“ – und er hatte viel zu erzählen von einem Gott, der ihn sicher durch ein bewegtes Leben geführt hat und bei dem wir ihn nun wunderbar geborgen wissen dürfen“, heißt es im Nachruf der Brüder der Deutschen Kapuzinerprovinz. Die Banater Landsleute danken ihm mit einem herzlichen „Vergelt‘s Gott“ und einem stillen Gebet.

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