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Pressemitteilung des Bundes der Vertriebenen


Anlässlich des 70. Jubiläums der Charta der deutschen Heimatvertriebenen, die am 5. August 1950 unterzeichnet und am Folgetag vor dem Neuen Schloss in Stuttgart verkündet wurde, hat das Präsidium des Bundes der Vertriebenen folgende Deklaration verabschiedet: 

DEKLARATION
zum 70. Jubiläum der Charta der deutschen Heimatvertriebenen
am 5. und 6. August 2020

Vor 70 Jahren, in einer Zeit großer sozialer und wirtschaftlicher Not, haben wir deutsche Vertriebene und Flüchtlinge mit unseren Verbänden die Charta der deutschen Heimatvertriebenen verfasst und verkündet.
Darin setzten wir ganz bewusst ein national wie international sichtbares Zeichen gegen eine weitere Eskalation der katastrophalen Gewalt- und Unrechtsspirale. Diese hatte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts begonnen und mit dem von Deutschland ausgelösten Zweiten Weltkrieg, dem Holocaust sowie in der Folge mit Flucht und Vertreibung grausame zivilisatorische Tiefpunkte gefunden.
Darin legten wir den Grundstein für die Linderung unserer größten Not und stellten uns die Mitwirkung am Wiederaufbau Deutschlands zur Aufgabe. Unsere selbst mitgestaltete Eingliederung in die Nachkriegsgesellschaft trug maßgeblich zur Sicherung des sozialen Friedens bei.
Darin definierten wir das Recht auf die Heimat als ein von Gott der Menschheit geschenktes Recht und gaben sowohl unserem eigenen Einsatz gegen Flucht, Vertreibung, Deportation und Zwangsarbeit als auch dem internationalen Kampf gegen Flucht und Vertreibung eine menschenrechtliche Basis.
Darin zeichneten wir eine der ersten modernen Visionen eines freien, geeinten und friedlichen Europas, in dem allein sich das Recht auf die Heimat für alle Menschen und Völker umsetzen lassen würde. Dieser europäischen Vision galt unser Einsatz von Beginn an.
Die Charta der deutschen Heimatvertriebenen wurde gleichsam zum „Grundgesetz“ unserer Arbeit. In der Zeitlosigkeit ihrer Inhalte hat sich diese Bedeutung bis heute erhalten. Daher bekennen wir uns auch 70 Jahre nach ihrer Entstehung zu ihren Grundsätzen und fordern:
1.        Vertreibungen sind nach wie vor ein Weltproblem. Dem Recht auf die Heimat muss in Europa und weltweit auch durch strafbewehrte Vertreibungsverbote Geltung verschafft werden. Außerdem gilt es, verstärkt internationale Strategien zu entwickeln oder weiter zu fördern, die eine Verbesserung der Lebensbedingungen in ihrer Heimat heute bedrohter Menschen, Volksgruppen und Völker zum Ziel haben.
2.        Die grenzüberschreitende verständigungspolitische Arbeit, die wir deutsche Heimatvertriebene und Flüchtlinge, Aussiedler und Spätaussiedler, aber auch die deutschen Minderheiten in den Heimat- und Siedlungsgebieten leisten, trägt bis heute Früchte. Sie befördert den europäischen Einigungsprozess, wirkt friedens- und zukunftssichernd und hat die Vertriebenen ihrer Heimat wieder nähergebracht. Daher gilt es, politische Rahmenbedingungen so zu setzen, dass diese Arbeit fortgesetzt werden kann.
3.        Zum Recht auf die Heimat bereits vertriebener Völker und Volksgruppen, also auch der deutschen Heimatvertriebenen und ihrer Nachkommen, aber auch von Volksgruppen, die als Minderheiten in ihrer Heimat leben, gehören Möglichkeiten, des eigenen Schicksals zu gedenken und die eigene Geschichte zu bewahren sowie die sprachliche und kulturelle Identität zu pflegen und zu erhalten. Dazu bedarf es gesicherter Rechte und einer zukunftsfesten Förderung durch die Heimatländer. Auch Deutschland kann sich hier noch stärker engagieren.
4.        Unterscheiden sich auch die Umstände, so ist doch die selbst mitgestaltete Eingliederung der deutschen Heimatvertriebenen, Aussiedler und Spätaussiedler eine Erfolgsgeschichte, die für Flüchtlinge und Migranten unserer Tage Vorbildcharakter haben sollte. Wo eine aktive Beteiligung an Integrationsprozessen gefordert wird und diese einhergeht mit der heute möglichen Unterstützung zur Traumabewältigung, kann der Weg in eine erfolgreiche Zukunft am Ankunfts- und Zufluchtsort geebnet werden.
In der Umsetzung dieser Forderungen sehen wir wichtige Voraussetzungen für die erfolgreiche Bewältigung der Folgen von Flucht und Vertreibung sowie für dauerhafte Stabilität und Frieden in Europa und in der Welt. 
Weitere Informationen zur Charta der deutschen Heimatvertriebenen und zum Tag der Heimat 2020 finden Sie auf unserer Internetseite unter https://www.bund-der-vertriebenen.de/themen-und-termine/tag-der-heimat/tag-der-heimat-2020.
 

Mitteilung des Bundes der Vertriebenen

70 Jahre Charta der deutschen Heimatvertriebenen

Am 5. August 2020, um 13 Uhr, wird der Bund der Vertriebenen anlässlich des 70. Jubiläums der Charta der deutschen Heimatvertriebenen am Charta-Mahnmal im Kurpark Bad-Cannstatt eine feierliche Kranzniederlegung durchführen.

Es sprechen (in dieser Reihenfolge):

·           Iris Ripsam
Landesvorsitzende des Bundes der Vertriebenen in Baden-Württemberg

·           Dr. Susanne Eisenmann
Ministerin für Kultus, Jugend und Sport des Landes Baden-Württemberg

·           Dr. Bernd Fabritius
Präsident des Bundes der Vertriebenen

Die höchsten Staatsämter, die Ministerpräsidenten der Bundesländer, einige Bundesparteien sowie Landsmannschaften und Landesverbände des BdV lassen Kränze niederlegen.

Die ursprünglich im Stuttgarter Neuen Schloss geplante Festveranstaltung muss Corona-bedingt leider entfallen.

Aktuelle Informationen zur Veranstaltung und weitere Inhalte zur Charta der deutschen Heimatvertriebenen sind jeweils auf unserer Internetseite zu finden:

https://www.bund-der-vertriebenen.de/themen-und-termine/tag-der-heimat/tag-der-heimat-2020

Livestream zur Kranzniederlegung

Die Kranzniederlegung kann ab 13 Uhr live im Internet verfolgt werden. Der BdV wird hierzu einen Facebook-Live-Stream anbieten unter:

https://www.facebook.com/bunddervertriebenen

Zum Anschauen der Live-Übertragung ist keine Registrierung bei Facebook nötig. Sollte ein Fenster aufgehen und dazu auffordern, kann im unteren Bereich des Fensters auf  „Jetzt nicht“ geklickt werden.

Die Kranzniederlegung wird überdies filmisch begleitet. Diesen Veranstaltungsfilm wird der BdV nach Fertigstellung auf YouTube veröffentlichen und auf der Internetseite verlinken.

Jubiläumsfilm: 70 Jahre Charta der deutschen Heimatvertriebenen

Am 5. August ab 11 Uhr wird der BdV außerdem einen Kurzfilm zum 70. Jubiläum der Charta der deutschen Heimatvertriebenen präsentieren, der auf YouTube angeschaut werden kann:

Grußwort Bundestagspräsident Dr. Wolfgang Schäuble

Überdies hat der für die ursprünglich geplante Veranstaltung vorgesehene Festredner, Bundestagspräsident Dr. Wolfgang Schäuble, eine kurze Videobotschaft übersandt, die der BdV am 5. August ab 12 Uhr auf YouTube präsentieren wird:

Neues Gesetz in Rumänien verabschiedet

Am 15. Juli 2020 wurde nach mehreren Jahren Diskussionen das Gesetz zur Gewährung einer monatlichen Entschädigung auch für die Kinder der ehemaligen Russland-Deportierten durch den rum. Präsidenten Klaus Johannis unterschrieben.

Details siehe unter folgendem Link:

https://l.facebook.com/l.php?u=https%3A%2F%2Fwww.capital.ro%2Fklaus-iohannis-a-semnat-decretele-legile-au-ajuns-in-monitorul-oficial-schimbari-importante-pentru-romani.html%3Ffbclid%3DIwAR3BKXXA80M1ddNk_ypTmyqbCWyB9ae_94lKgASMfiKKKD0IlzCg_78d8zc&h=AT2d_VUD3aunXbhrnYYOQeAXeG2ivsjbz25kMqeO7nv-Kpx8IZgF18P-67-bp00Vy5YNAirTHivYyFx33WXGFkFV-AjmoNsi6YPzc7kgh2G_Cwf_VpPyWuwzXkcqkJmCLH3oVUgIsuih4DKF6AWneA

und auch:

www.lege-online.ro

Weitere Informationen dazu werden in Kürze in der Banater Post veröffentlicht

Wallfahrt nach Maria Radna

Absage des Herbstausfluges

Aufgrund der immer noch aktuellen Coronavirus-Krise wurde im Vorstand einstimmig beschlossen den für Ende September geplanten Herbstausflug ins Ahrtal abzusagen. Diese Maßnahme wurde voranging zum Schutz der Teilnehmer getroffen, denn nach den letzten Lockerungen hätten wir die Reise antreten können. Doch mit Abstandsregelung, Mundschutz und den sehr strengen hygienischen Vorgaben wäre es wohl kein so geselliger Ausflug geworden, wie wir ihn aus den vergangenen Zeiten her kennen.

Bitte verstehen Sie die Absage als Vorsichtsmaßnahme, da die Sicherheit und die Gesundheit unserer Mitglieder höchste Priorität haben. Diese Entscheidung musste angesichts der gegenwärtigen Corona-Krise so getroffen werden. Wir freuen uns auf die Veranstaltung und auf ein Wiedersehen mit Ihnen im nächsten Jahr.

Vielen Dank für Ihr Verständnis und bleiben Sie gesund.

Neue Kapitel unseres Zeitzeugenprojekts sind online! – DIE HEIMKEHR

Die nächsten Kapitel der Chronik der Katharina Frank sind online und damit auch die letzten aus dem Abschnitt Nach der Heimat. Die Frauen erreichen endlich das Banat und meine Urgroßmutter kehrt heim zu ihrer Familie. In den drei neuen Interviews erzählt Katharina Frank von der Ankunft in Wien, den dortigen Behörden und den organisierten Rückführungen der Verschleppten in die jeweilige Heimat. Die Wanderschaft der Frauen quer durch halb Europa hatte endlich ein Ende. Hier sind die nächsten drei Teile der Chronik mit Audiomitschnitten und Fotos aus den Familienalben oder Zusendungen anderer Banater.

Kapitel 4.5.: Nach der Heimat und Milchsuppe in der Not: https://banater-schwaben-heilbronn.de/katharina-frank-interview-21

Kapitel 4.6.: Wien, die rumänische Grenze und Arad: https://banater-schwaben-heilbronn.de/katharina-frank-interview-22

Kapitel 4.7.: Nächtliche Heimkehr und Versteckaktion: https://banater-schwaben-heilbronn.de/katharina-frank-interview-23

Diese Odysee mit vorangegangener Zwangsarbeit in den Lagern konnte nun abgeschlossen werden, Katharina Frank und ihre Familie standen aber nun bettelarm vor den Trümmern und einem startenden Wiederaufbau. Weitere Kapitel folgen im Abschnitt „Nachkriegszeit“. Die Karte beschreibt den ungefähren Verlauf der Verschleppung und Heimwanderung mit Verlinkungen zu den einzelnen Interviews.


FOLGENDE KAPITEL SIND BISHER ERSCHIENEN:

Heimattag 2020 Digital

Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie fällt das diesjährige Heimattreffen aus. Als Entschädigung erinnern wir uns an die schöne Zeiten aus den Jahren davor. Hier ein paar Fotos von 2014, 2016 und 2018

Digitaler Heimattag

Unser Bundesvorsitzender Peter-Dietmar Leber informiert:

Aufgrund der Corona-Pandemie kann zum ersten Mal in der 70-jährigen Geschichte unserer Landsmannschaft ein geplanter Heimattag nicht stattfinden. Wie bereits in der Banater Post vom 20. Mai angekündigt, haben Landsmannschaft und DBJT jedoch ein digitales Programm vorbereitet. Das Programm unserer Landsmannschaft beinhaltet einen Wortgottesdienst unseres Heimatbischofs Josef aus Temeswar, aktuelle Grußbotschaften aus Berlin, Bukarest, München, Temeswar und Ulm sowie ältere Bild- und Filmaufnahmen von zurückliegenden Heimattagen in Ulm.

Es kann auf jedem internetfähigen Gerät (Fernseher, Laptop, Mobiltelefon) verfolgt werden. Bitte leiten Sie die Information an Ihre Vorstandskollegen, Freunde und Bekannte weiter.

Das Programm der Landsmannschaft beginnt am Pfingstsonntag, 31. Mai, um 10:00 Uhr auf

> YouTube-Kanal der Landsmannschaft der Banater Schwaben:

www.youtube.com/banaterschwabende

wie auch über die facebook-Seite

www.facebook.com/banaterschwaben

 Die DBJT hat ein digitales Programm bestehend aus Musik, Tanz und einigen Überraschungen ausgearbeitet. Auch ein Quiz haben die Jugendlichen vorbereitet, an dem sich alle Zuschauer, ob jung oder jung geblieben, Einzelpersonen, Gruppen oder Familien beteiligen können. Denkt Euch einen Gruppennamen aus und meldet Euch für das Quiz schon im Vorhinein per E-Mail unter info@dbjt.de an.

Das Programm der DBJT beginnt am Pfingstsonntag, 31. Mai, um 14:00 Uhr

live auf

> YouTube-Kanal der DBJT:
https://www.youtube.com/channel/UCbAkBwnoCQN8jRqrmR8dOtA

Den Vorständen ist es bewusst, dass dieses Angebot, kein Ersatz für einen realen Heimattag sein kann. Es wird aber zeigen, wie schön und wichtig eine Gemeinschaft, wir sagen unsere Gemeinschaft ist. Manch einer wird beim Anblick der Bilder und Filmausschnitte froh sein, wenigstens bei den vergangenen Heimattagen dabei gewesen zu sein. Viele sind traurig, dass in diesem Jahr der Heimattag nicht stattfinden kann. Andere wiederum bekommen jetzt zum ersten Mal einen Eindruck von unserem Heimattag.  Freuen können wir uns aber alle, am meisten, wenn wir beim nächsten Heimattag wieder zusammen sind!

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen und Ihren Familien ein frohes Pfingstfest!  

Mit freundlichen Grüßen 

Peter-Dietmar Leber

Bundesvorsitzender

Landsmannschaft der Banater Schwaben e.V.